Die Hoffnung stirbt zuletzt


Spirit in seinen besten Tagen

Seit Anfang 2004 hat der Mars zwei Bewohner mehr: die Robotersonden Spirit und Opportunity. Nach ihrer ca. halbjährigen Reise durch den Weltraum schlugen sie – durch riesige Airbags geschützt – in unterschiedlichen Marsregionen ein. Konstruiert für eine Dauer von 90 Tagen wollen die knapp vier Zentner schweren Geräte einfach nicht kaputt gehen und buddeln munter im Marsboden herum. Nun ist dieser aber einem der beiden Rover nach mehr als fünf Jahren (also der mehr als 20-fachen geplanten Betriebsdauer) zum Verhängnis geworden.

Spirit, der Bruder von Opportunity fuhr schon längere Zeit nur im Rückwärtsgang, weil ein Vorderrad nach zwei Jahren defekt war. Nun brach Spirit mit seinem stattlichen Gewicht von immerhin knapp 200 Kilo auf einer krustigen Oberfläche ein und wartet seitdem auf seine Rettung. Dabei droht der Rover bei jedem Steuerbefehl immer tiefer in der lockeren Oberfläche einzusinken, um schließlich irgendwann aufzusitzen. Spirit ist zwar mit hochauflösenden Kameras ausgestattet, eine noch so geschickte Fernsteuerung von der Erde aus ist aber völlig sinnlos: jedes Steuersignal käme erst 20 Minuten später beim Roboter an. Aus diesem Grund muss sich Spirit völlig autonom aus seinem Schlamassel befreien. Die Techniker in der Bodenstation können ihm lediglich “Tipps” in Form einer neuen Navigationssoftware geben, mit der er seinen Weg schließlich selbst aus der Sandfalle findet.

Viel Glück Spirit, die Hoffnung stirbt zuletzt!