Kein Leben mehr in Second Life

Über zwei Millionen Nutzer pflegen inzwischen ihr zweites Leben in Second Life. Unternehmen entdecken die virtuelle Welt als Plattform für reale Marketingaktivitäten.

SecondLife
Cyberspace vorübergehend geschlossen

Vom Schlafen einmal abgesehen können SecondLife (SL) Bewohner den selben Aktivitäten nachgehen, wie im realen Leben auch. Doch seit heute ist auch dieser Mangel behoben. Wie ZDNet heute meldet, ist der Zugang seit einigen Stunden lahm gelegt.

Die Second Life Präsenz der Nachrichtenagentur Reuters verschweigt jedoch die Panne. Offenbar sind auch die Agenturmitarbeiter in einen Dornröschenschlaf gefallen.

Der elektrische Reporter hat sich in der Zwischenzeit auf die Suche nach einem SL-Bewohner gemacht und wurde fündig. Im Interview mit Markus Breuer erfährt man mehr über die Faszination der virtuellen Parallelwelt, die sich manche Nutzer eine Stange Geld kosten lassen.

Der Ausfall wird kaum verhindern können, dass virtuelle Welten wie in SL sehr bald mit dem Internet verschmelzen. Wenn die Einschätzungen mancher zutreffen, werden Firmen es sich vermutlich bald nicht mehr leisten können, nicht in SecondLife präsent zu sein. Götz Hamann und Jens Uehlecke gehen davon aus, dass dem dreidimensionalen Internet die Zukunft gehört. Vielleicht verabrede ich mich in zehn Jahren ja nur noch virtuell mit Freunden für den Kinobesuch. Gut möglich. Die Packung Chips und ein kühles Bier werde ich aber sicher noch in einem echten Supermarkt besorgen müssen.